Lebenslauf in Textform

Siebzehn bis Fünfundzwanzig

Ziemlich neugierig und vielinteressiert fiel es mir ziemlich schwer, mich nach dem Abi zu entscheiden, was genau ich nun „lernen“ wollte. So erlernte ich erst mal den Beruf der kaufmännischen Assistentin mit dem Fachbereich Fremdsprachen – das beruhigte vor allem meine Eltern, die mich zukünftig schon diverse Studiengänge beginnen und abbrechen sahen. Und es beruhigte mich, denn die Ausbildung dauerte nur ein Jahr, für Abiturienten.

In meinen Nebenjobs, die ich frühzeitig ausübte, und ein paar Praktika lernte ich zahlreiche spannende Bereiche kennen. CallCenter und DialogMarketing, aus Sicht als Telefonistin und später aus Sicht als Supervisor. Verkauf und Handel in den unterschiedlichsten Branchen. Den Medienbereich bei einer Fotoagentur, einer Presseagentur, einem Fernsehsender und einem angesagtem Radiosender. Und die Werbung, durch ein langes Praktikum, nach meiner ersten Ausbildung.

Fünfundzwanzig bis Dreißig

Während des Praktikums beschloss ich, Kommunikationsdesign zu studieren und begann im letzten Jahr des Studiums als Freelancer zu arbeiten. Nach einem kurzen Abstecher in die Werbung und den Verpackungsdesignbereich verschlug es mich zu einem Verlag, und zwar in eine Entwicklungsabteilung für die damals noch neuen elektronischen Medien… auch das als fester Freelancer, was mir sehr entgegenkam, denn so konnte ich weiterhin meine Kunden aus der Studienzeit betreuen. In dieser Zeit enstand zum ersten Mal die Idee, eine Firma zu gründen. Was in der damals angedachten Zusammensetzung dann doch nicht stimmig war, mich aber dazu führte, an einem bekannten StartUp Wettbewerb in Hamburg teilzunehmen und die angebotenen Existenzgründerseminare zu besuchen.

Knapp zwei Jahre später wurde die Abteilung geschlossen und ich nutze nun die Gelegenheit, eine Internet-Agentur zu gründen. Parallel wurde auch die Medienakademie Köln eröffnet und da ich einfach gerne unterschiedliche Dinge tue, entwickelte und leitete ich dort Seminare im Bereich Projektmanagent Multimedia und Interne Kommunikation. Und ich begann, mich verstärkt „gesellschaftlich“ einzubringen. Als Agentur hatten wir die Möglichkeit, eine Internet Plattform für Querschnittgelähmte mit aufzubauen und zu finanzieren. Im zweiten Jahr unserer Agentur überlegten wir uns, weitere Partner mit ins Boot zu nehmen und bauten ein WerbungsUnternehmerNetzwerk auf. Die Idee und Struktur der Aktiengesellschaft war, Kunden FullService anzubieten: Und zwar aus Anbietersicht (also wir Agenturen) „neutral“. Wir wollten unseren Kunden genau das anbieten, was jeweils optimal für sein Anliegen war. Ob nun Internet, PR, Werbung, Dialog oder oder oder. Auch wenn uns selbst als Agentur ein Geschäft durch die Lappen ging (wenn PR nun mal die beste Strategie für das Kundenziel war, sollte er PR bekommen – auch wenn ich selbst ja Internet machte).

Die Zusammensetzung unseres Unternehmernetzwerkes erwies sich jedoch als extrem schwierig (aus meiner Sicht war es eine Katastrophe) und es kam wie es kommen musste. Doch vorher, kurz bevor der wirtschaftliche Markt zusammenbrach, kam es bereits zu Differenzen mit meinen Partnern meiner eigenen Agentur, sie führten zu meinem Ausstieg aus dem Konstrukt.

Ich konzentrierte mich darauf, was mich schon immer faszinierte: Was motiviert Menschen, zu arbeiten? Wie können Prozesse in Unternehmen entwickelt werden, so das sie fördern und nicht behindern? Und so weiter… und so erlernte ich den Beruf der Systemischen Supervisorin und Organisationsentwicklerin und arbeitete mit meinem kleinen Label smile at work als Unternehmensentwicklerin.

Dreißig bis Fünfunddreißig

In den ersten zwei Jahren merkte ich, dass ich erstens eine ziemlich schwierige Zeit für meinen Neustart gewählt hatte: Die Wirtschaft ging den Bach runter und es war kein Aufwind in Sicht. Zum anderen merkte ich, das meine Vorstellungen davon, wie Unternehmen und Mitarbeiter intern und extern agieren können, immer ein bisschen zu weit weg waren, von der gewollten Praxis meiner Kunden. Jahre später merkte ich, dass meine Themen und Ideen in die richtige Richtung gingen – nur das immer ein paar Jahre zu früh. Das Frustrierendste in dieser Zeit war jedoch, dass Unternehmen zu mir kamen, um Veränderungen bei sich vorzunehmen – und wenn ich diese angehen wollte, waren sie doch nicht bereit dazu. Spaß hingegen hatte ich in den Projekten, in denen ich wirklich gestalten konnte – das waren meistens Ehrenämter, wie die Leitung eines Vereins zur Unterstützung von abstinenten Drogenabhängigen.

Im Laufe der Zeit merkte ich, das mein Interesse sich stärker auf Einzelpersonen und das Coaching dieser fokussierte. Nicht im Bereich Management, sondern im Bereich Persönlichkeit und Weiterentwicklung. 2004 beschloss ich dann, mich wieder stärker auf „eigene Projekte“ zu fokussieren. Kurz darauf kam das erste Projekt und es beinhaltete das Thema Wirtschaft und Spiritualität. Es ging um eine Beratungsstrategie für Unternehmen, die auf ethischen und spirituellen Grundwerten aufbaute und gleichzeitig pragmatisch und effektiv war. So baute ich das erste Jahr kräftig mit auf, entwickelte mit dem kleinen Team die Potenzialanalyse und die Umsetzung dieser in den Unternehmen, und verfeinerte meine Ideen zur Teamzusammenarbeit zu einer Struktur. Bis ich merkte, dass wir das, was wir den Unternehmen rieten, intern selbst nicht umsetzten und ein wichtiger Teil des Teams dies auch gar nicht wollte. Nach einem Jahr beendete ich meine Zusammenarbeit, die mich dazu inspirierte, das Internet Forum „Wirtschaft und Spiritualität“ bei Xing zu gründen und aufzubauen. Es folgten weitere, schöne Projekte in anderen Bereichen, die auf derselben Integrationsidee basierten.

Spannende eigeninitierte Projekte oder der Aufbau von Projekten mit anderen Ideenurhebern haben oft eines gemeinsam: Sie erwirtschaften zunächst kein Gewinn und daher gehen alle erst mal mit ins finanzielle Risiko. Viel Engagement also und wenig bis kein Verdienst. Das war mir klar und das war es mir wert, ich liebe Projektentwicklung. Und so überbrückte ich schwierige Zeiten mit meinen vielen anderen Tätigkeiten aus früherer Zeit wie Design und Projektmanagement.

Fünfunddreißig bis Vierzig

Mit ungefähr 35 begann ich, die Dinge, die mich bewegen und die mir in der Wirtschaft und der Gesellschaft wichtig sind, stärker auszudrücken. Damit bewegte ich mich immer knapp am Label „durchgeknallt“, allerdings wusste ich inzwischen aufgrund meiner Erfahrungen, dass meine Themen früher oder später gesellschaftsfähig bis trendy wurden. Meine Profil- und Webseiten dienten mir als Ausdrucksplattform und dem Experiment: Was von dem was ich wahrnehme kann ich wie ausdrücken, ohne dabei meine Seriösität und meine bestehenden und potenziellen Kunden zu verlieren? Zum Anderen war ich inzwischen der Ansicht, dass es möglicherweise auch Kunden gibt, die mich genau wegen dieser „Ver-Rücktheit“ buchen.

Und so veränderte ich meine berufliche Ausrichtung ein weiteres Mal. Mehr und mehr ging es darum, das zu leben und zu tun, was ich bin und was ich kann: Neue Wege gehen, Entwicklung, das Integrieren und Umsetzen von vielen verschiedenen Wahrnehmungsebenen, inspirieren, aufbauen und wieder verändern. Ausdrücken tat sich zunächst in den unterschiedlichsten Tätigkeiten.

Heute

… fokussiert sich all das in meiner Tätigkeit als Prozessorientierter Coach und als Projektgestalterin. Als Projektgestalter entwickle und führe ich Projekte durch, zusammen mit Kollegen, die meine Vision von „anders arbeiten und wirtschaften“ teilen und umsetzen. Unsere Devise ist: Bevor wir umständlich erklären, wie man anders zusammenarbeiten kann, leben wir es am besten vor und versuchen, ein Beispiel zu sein.

Menschen, die eine Affinität zu dieser Denk- und Arbeitsweise haben und von meinen Erfahrungen und Kenntnissen profitieren möchten, buchen mich als Coach. Als Coach bringe ich meine systemischen und psychologischen Kenntnisse, meine Kreativität, meine spirituellen Fähigkeiten und Gedanken sowie meine zahlreichen Kompetenzen und Erfahrungen aus den vielen Tätigkeiten, die mein Leben prägen, ein. Meine Kunden sind selbstständig, Inhaber oder Führungskräfte.

Mehr zu meiner heutigen Tätigkeit erfahren Sie auch auf meiner Webseite soulmanifestation.de.

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